Anstriche, die Geschichten tragen.

Wer Fenster ernst nimmt, muss auch die Oberfläche ernst nehmen.

Die Oberflächenbeschichtung ist mehr als ein ästhetisches Detail – sie schützt das Material, trägt zum bauphysikalischen Gleichgewicht bei und bewahrt gestalterische Originalität. Gerade bei historischen Fenstern entscheidet der richtige Anstrichaufbau und ein regelmässig durchgeführter Unterhalt oft über das zukünftige Schicksal des Bauteils.

Deshalb gehört zur Schreinerei Eigenmann seit 2019 eine eigene Malerei. Entstanden ist sie aus dem Anspruch, Fenster nicht nur konstruktiv und energetisch, sondern auch in ihrer gestalterischen und geschichtlichen Substanz fachgerecht zu behandeln – in denkmalgeschützten Ensembles ebenso wie bei privaten Wohnbauten mit wertvollem Bestand.

Mitarbeiterin in der Malerei der Schreinerei Eigenmann

Zwischen Altanstrich und Anforderung

Die Arbeit der Malerei beginnt selten mit dem Pinsel. Zuerst steht die Analyse: Welcher Aufbau liegt vor? Welche Schichten verbergen sich unter der Oberfläche? Welche Bindemittel wurden verwendet? Um das zu klären, entnehmen wir vor Ort Proben, giessen sie in Epoxidharz ein und analysieren sie mikroskopisch. Farbtreppen und Sondierungen helfen zusätzlich, historische Farbfassungen sichtbar zu machen. Die Ergebnisse stimmen wir mit der Denkmalpflege ab. Daraus ergeben sich die nächsten Schritte: Sanierung, Renovation oder Restaurierung.

Auch bei nicht geschützten Fenstern wird nicht einfach überstrichen. Zuerst wird geprüft, was vorhanden ist. Dann wird geschliffen, gespachtelt, geölt – oder neu aufgebaut. So entstehen langlebige, atmungsaktive Oberflächen, die das Holz schützen, aber nicht versiegeln.

Farb- und Anstrichanalyse, Oberflächenanalyse, Malerei der Schreinerei Eigenmann Denkmalschutz Schweiz

Zwischen Altanstrich und Anforderung

Die Arbeit der Malerei beginnt selten mit dem Pinsel. Zuerst steht die Analyse: Welcher Aufbau liegt vor? Welche Schichten verbergen sich unter der Oberfläche? Welche Bindemittel wurden verwendet? Um das zu klären, entnehmen wir vor Ort Proben, giessen sie in Epoxidharz ein und analysieren sie mikroskopisch. Farbtreppen und Sondierungen helfen zusätzlich, historische Farbfassungen sichtbar zu machen. Die Ergebnisse stimmen wir mit der Denkmalpflege ab. Daraus ergeben sich die nächsten Schritte: Sanierung, Renovation oder Restaurierung.

Auch bei nicht geschützten Fenstern wird nicht einfach überstrichen. Zuerst wird geprüft, was vorhanden ist. Dann wird geschliffen, gespachtelt, geölt – oder neu aufgebaut. So entstehen langlebige, atmungsaktive Oberflächen, die das Holz schützen, aber nicht versiegeln.

Petra Streuli, Projektleiterin Malerei und Fenstersanierung, trägt mit dem Pinsel sorgfältig einen frischen Ölfarbanstrich auf einen restaurierten Fensterrahmen auf. Der Arbeitsort ist die malereieigene Werkstatt, im Hintergrund sind Farbtöpfe und Werkzeuge zu sehen.

Malerarbeiten an historischen Oberflächen

Jedes Objekt und Projekt wird individuell von uns behandelt – auch bei komplexen Profilen, wechselnden Saugverhalten oder empfindlichen Schichten. Schliesslich gleicht keine Oberfläche der anderen. Dabei setzen wir zugunsten der Erhaltung des historischen Erscheinungsbilds der Bauteile konsequent auf historische Anstrichstoffe und Beschichtungstechniken.

Ihr richtiger Einsatz verlangt Fachkompetenz und viel Erfahrung, denn nur was technisch passt, ist am Ende auch denkmalgerecht.

Neben Fenstern kümmern wir uns auch um weitere historische Bauteile wie Türen, Täfer oder wand- und deckenbündige Holzflächen. Auch allgemeine Malerarbeiten im historischen Bestand gehören zu unserem Angebot. Dabei stimmen wir Materialien und Techniken jeweils auf die vorhandene Substanz ab, damit das bauzeitliche Erscheinungsbild fachgerecht erhalten bleibt.

Zwischen Türen und Täfern – historische Bauteile im Fokus

Neben Fenstern restaurieren und beschichten wir ebenso historische Türen, Täfer und holzgefertigte Innenflächen. Auch allgemeine Malerarbeiten am historischen Bau führen wir sorgfältig aus. Entscheidend ist für uns immer der fachlich sorgsame Umgang mit der bestehenden Substanz: Wir wählen Materialien und Techniken so, dass sie zur Bauzeit, zur Oberfläche und zur ursprünglichen Wirkung des Objekts passen.

Sanierte Holztür in traditioneller Optik, mit handwerklich ausgeführten Maler- und Restaurierungsarbeiten, Schreinerei Eigenmann, Zumkon
Sanierte Holztür in traditioneller Optik, mit handwerklich ausgeführten Maler- und Restaurierungsarbeiten, Schreinerei Eigenmann, Zumkon
Restaurierte alte Tür mit sichtbaren Holzstrukturen und denkmalgerechter Beschichtung.

Gewerkeübergreifende Leistungen aus einer Hand

Unsere Malerei arbeitet nicht unabhängig, sondern eingebunden in die Arbeitsprozesse unserer Schreinerei. So ist sie kein angehängtes Gewerk, sondern ein integrierter Bestandteil.

Wann können Flügel entnommen werden? Wann muss eine bauzeitliche Maserierung geschont werden? Wann wird neues Glas eingesetzt – und wie wird es in den Bestand eingefügt? Diese Fragen besprechen wir im Team – mit Projektleitung, Denkmalpflege und unseren Schreinerinnen und Schreinern.

Gerade bei anspruchsvollen Sanierungen ist die Malerei das Bindeglied zwischen Bestand und Zukunft. Sie übersetzt technische Anforderungen in gestalterisch vertretbare Lösungen, dokumentiert, stimmt sich ab und handelt vorausschauend.

Es sind die Details, die über die Wirkung eines Fensters entscheiden.

Alte Beschläge. Profilierte Leisten. Die Tiefe einer Farbgebung. Die Art, wie ein Flügel ins Licht tritt. Und immer wieder: die Spannung zwischen ursprünglichem Charakter und zeitgemässer Nutzung.

Deshalb verstehen wir Malerei als Substanzarbeit. Nicht als Dekoration, sondern als handwerkliche Fortsetzung dessen, was unsere Schreinerei vorlegt. Als Beitrag dazu, dass ein Fenster nicht nur funktioniert – sondern als Teil des Hauses sichtbar bleibt.

Den Wiederaufbau und die Restauration der Holzarbeiten, Holzmöbel etc. in der Zunft zur Zimmerleuten nach dem grossen Brand hat die Schreinerei Eigenmann AG massgeblich verantwortet